Süßwasserfotografie

Schemmi`s Unterwasserbilder

© Johann G. Schemm

Ca. 1/100 der Oberfläche der Erde ist von Süßwasser bedeckt. In Deutschland ist zum Beispiel der süddeutsche Raum für die Süßwasserfotografie sehr gut geeignet, da sich hier viele Seen miAischgründer Karpfen   (Cyprinus carpio)t relativ klarem Wasser befinden.

Die in meiner näheren Umgebung häufig vorkommenden Tümpel, Weiher und Teiche (Mittelfranken), sind leider zum Tauchen und Fotografieren kaum geeignet. Die Sichtweiten betragen dort normalerweise nur wenige Zentimeter. Im Frühjahr ist bei einer Sichtweite von ca. 10 – 15 cm zumindest eingeschränkt die Makrofotografie möglich.Quelltopf

Für Unterwasser-Landschaftsaufnahmen ist es jedoch unerlässlich, die klaren Seen und Quelltöpfe der Alpen aufzusuchen. Leider ist die Sichtweite unter Wasser um so besser, je kälter das Wasser ist, weshalb der Unterwasserfotograf hierfür mit einem Trockentauchanzug und einer gewissen Kälteunempfindlichkeit ausgestattet sein sollte.

In der Süßwassermakrofotografie hat sich bei mir die Nikonos mit Makroverlängerung und Rahmen bestens bewährt, da damit relativ schnell fotografiert werden kann. Das Objekt muss sich “nur” im Bildrahmen befinden (wie bei einem Western ein Schuss aus der Hüfte).Hierbei ergeben sich genau die Zeiteinsparungen, die man benötigt, bevor das zu fotografierende Objekt wieder zwischen den Wasserpflanzen verschwindet (ein Teil der Ausbeute siehe Link Makrofotografie).

Bei der Fischfotografie (Seite wird noch erstellt) hat sich die größte Fotoausbeute bei Nachttauchgängen ergeben, weil die Fluchtdistanz der scheuen Fische nachts erheblich verriBlinder Passagier ngert ist.

Leider wird das Süßwasser immer noch mit organischen Substanzen (nitrat- und phosphathaltigem Material) verunreinigt, was zu einer Störung des Gleichgewichtes führen kann, da sich dadurch die Wasserpflanzen überproportional vermehren.

Dass dann der “schwarze Peter” leider allzu gern auch auf die Taucher geschoben wird – da sie die phosphathaltigen Sedimente unter Wasser angeblich wieder aufwirbeln – ist eigentlich nur ein Ablenkungsmanöver.
Das Übel ist und wird zum Glück schon seit längerem an der Wurzel beseitigt, d.h. Bau von Kläranlagen, Düngeverordnung oder Verbot von stark schwefelhaltigem Brennstoff (saurer Regen) etc.

 

Johann G. Schemm
Umweltschutzingenieur

 

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Zuletzt geändert am 28.12.2006